Förderung des Heizungstauschs, Stuttgart

Die Stadt Stuttgart bietet Privatpersonen und Unternehmen eine Förderung zum Ausbau und Ersatz fossiler Heizanlagen durch erneuerbare Alternativen.

Bewertung der Best Practice

THG Einsparungen:

★★☆

Einfache Umsetzung:

★★★

Wirtschaftlichkeit:

★☆☆

Weitere Vorteile:

Ja

Öffentliche Wirkung:

Akzeptanzförderung; Multiplikatoreffekt

Ausgangspunkt

Stuttgart

610236 Tsd Einwohner:innen

 

 

Sektor Gebäude

Seit 2022 fördert die Stadt Stuttgart den Ausbau und Ersatz von Kohle- oder Ölkesselanlagen durch Umweltwärme, Nah- bzw. Fernwärme oder Holz-Pellets mit Staubfilter. Förderfähig sind sowohl Wohn- als auch Nichtwohngebäude. Gebäudeeigentümer:innen (z.B. Privatpersonen, Eigentümergemeinschaften, juristischen Personen), Anlagenbetreiber:innen (z.B. Contractoren) sowie Mieter:innen und Pächter:innen können Förderanträge stellen, sofern sie zuvor eine Energieberatung wahrnehmen.

 

THG Einsparungen ★★☆

Die städtische Förderung des Heizungstauschs bewirkt eine Verdrängung fossiler Wärme durch erneuerbare Alternativen.

Die Top-Maßnahme entspricht der UBA-Maßnahme Nr. 28, für die ein Einflusspotenzial von 11,06 Mio. t CO2 errechnet wurde.

Einfache Umsetzung ★★★

Die Stadtverwaltung kann die Maßnahme eigenständig umsetzen, Voraussetzung ist jedoch die Koordination unterschiedlicher Interessen innerhalb der Verwaltung und Politik. Das Energieberatungszentrum Stuttgart e.V. wurde mit der Erstberatung der Antragsteller:innen beauftragt.

Wirtschaftlichkeit ★☆☆

Die Finanzierung der Fördermaßnahme erfolgt über den städtischen Haushalt. Neben den Fördergeldzahlungen entstehen Personalkosten für die Bearbeitung der Anträge. Das Förderangebot ist durch die dafür vorgesehenen Haushaltsmittel begrenzt, Bürger:innen haben somit keinen Rechtsanspruch auf eine Förderung. Durch die Förderung werden keinerlei finanzielle Gewinne für die Kommune erzielt.

Weitere Vorteile
Ja

Gebäudeeigentümer:innen, Anlagenbetreiber:innen sowie Mieter:innen und Pächter:innen können unmittelbar von der finanziellen Förderung des Heizungstauschs profitieren. Zusätzlich zur Basisförderung können Infrastrukturzuschüsse beantragt werden, etwa für die Entsorgung von Tankanlagen. Zudem ist die Förderung mit weiteren Förderungen des Bundes oder des Landes kombinierbar.

Öffentliche Wirkung
Akzeptanzförderung; Multiplikatoreffekt

Die Förderung unterstützt Gebäudeeigentümer:innen und Mieter:innen finanziell beim Wechsel ihrer Heizungen zu einer erneuerbaren Alternative. Die Maßnahme trägt dadurch zu einer Steigerung der gesellschaftlichen Akzeptanz für die Nutzung Erneuerbarer Energien bei und bewirkt zugleich einen Multiplikatoreffekt, da sich das Bewusstsein und Interesse für klimafreundliche Optionen unter den Bürger:innen verbreiten.

Zukunftsaussichten

Die städtische Förderung des Heizungstauschs bewirkt eine Verdrängung fossiler Wärme durch erneuerbare Alternativen.

Die Top-Maßnahme entspricht der UBA-Maßnahme Nr. 28, für die ein Einflusspotenzial von 11,06 Mio. t CO2 errechnet wurde.

Weitere Beispiele

Die Stadt Bad Nauheim bietet als Alternative zum Direktkauf einer Wärmepumpe ein Pachtmodell an, das Bürger:innen finanziell entlasten soll. Die Stadtwerke stellen verschiedene Modelle zur Verfügung, die nach Ablauf der 10-jährigen Vertragsdauer ausgelöst werden können. 

https://www.stadtwerke-bad-nauheim.de/stadtwerke/news/warmepumpen-gunstig-pachten-dqo9r4d6qv

Quellen

https://ebz-stuttgart.de/wp-content/uploads/2023/09/richtlinien-heizungsaustauschprogramm-2022-11-28-2.pdf

https://www.stuttgart.de/leben/wohnen/wohnbaufoerderung/heizungsaustauschprogramm.php