Rechenzentrum „Heinrich der Löwe“ beheizt Neubaugebiet

Die Abwärme des Rechenzentrums der Volkswagen Financial Service AG versorgt ein Neubaugebiet mit Nahwärme.

Bewertung der Best Practice

THG Einsparungen:

★★★

Einfache Umsetzung:

★☆☆

Wirtschaftlichkeit:

★★★

Weitere Vorteile:

Nein

Öffentliche Wirkung:

Akzeptanzförderung

Ausgangspunkt

Braunschweig

248292 Tsd Einwohner:innen

 

 

Sektor Wärme

In Rautheim in Braunschweig wurde ein Abwärmenutzungsprojekt umgesetzt, in welchem die Wärme aus dem Rechenzentrum der Volkswagen Financial Service AG ein Neubaugebiet mit ca. 600 Wohneinheiten versorgt. Dazu wird die Wärme mit einer Wärmepumpe in ein Nahwärmenetz gespeist. 

THG Einsparungen ★★★

Die Abwärme verdrängt weitestgehend fossile Heizungen. Dadurch können 1284 MWh/a Primärenergie und 304 Tonnen CO2/a eingespart werden.

Einfache Umsetzung ★☆☆

Anders als bei den meisten Wärmeerzeugungsarten, ist die Abwärme einfach verfügbar und muss nicht aufwändig erzeugt werden. Mit einer Großwärmepumpe kann die Wärme direkt im Wärmenetz genutzt werden. Aufwändig ist der Neubau des Wärmenetzes, für die es ggf. einen oder mehrere weitere Akteure braucht. Für die Neuerrichtung konnte eine Firma gefunden werden.

Wirtschaftlichkeit ★★★

Das Projekt wird als Pilotprojekt für Abwärmenutzung im städtischen Raum im Rahmen des EU-Projekts „ReUseHeat“ gefördert. Die Abwärmegewinnung stellt keine übermäßig teure Wärmebereistellung dar und durch hohe Anschlussquoten rentiert sich der Wärmenetzbau bzw. die Abwärmenutzung schnell.

Weitere Vorteile
Nein

Öffentliche Wirkung
Akzeptanzförderung

Der (potenziell) günstige Wärmebezug erhöht Anreiz und Akzeptanz für Ausbau erneuerbarer Wärme.

Quellen

https://www.energie-experten.org/projekte/rechenzentrum-abwaerme-versorgt-neubaugebiet-heinrich-der-loewe

https://newsroom.veolia.de/news/energie-effizienz-quartier-heinrich-der-loewe-erhaelt-internationalen-klima-preis-385518