Sanierungsfahrplan für städtische Liegenschaften Marburg

Die Stadt Marburg hat 2023 ein umfangreiches Maßnahmenpaket als Sanierungsfahrplan für alle kommunale Liegenschaften beschlossen. 

Bewertung der Best Practice

THG Einsparungen:

★★☆

Einfache Umsetzung:

★★☆

Wirtschaftlichkeit:

★★★

Weitere Vorteile:

Nein

Öffentliche Wirkung:

Kommune als Vorbild

Ausgangspunkt

Marburg

74000 Tsd Einwohner:innen

 

 

Sektor Gebäude

Die Stadt Marburg hat 2023 die Erstellung eines Sanierungsfahrplans für kommunale Liegenschaften beschlossen. Die Stadt verfügt über 355 bebaute Liegenschaften mit sehr heterogenen Nutzungen. Das Paket beinhaltet u.a. folgende Maßnahmen: Erhöhung der energetischen Sanierungsrate des Gebäudebestandes, Voranbringen des PV-Ausbaus und des LED-Einbaus, Modernisierung der Lüftungsanlagen, Installation von Wärmepumpen.

 

THG Einsparungen ★★☆

Die Emissionen für Wärme und Strom im Gebäudesektor der Stadt Marburg betrugen im Jahr 2022 rd. 10.400 t CO2. Zur Erreichung des 1,5 Grad-Ziels bedarf es erheblicher Anstrengungen im Bereich der Energieeffizienz sowie im Bereich der Substitution durch erneuerbare Energien im Gebäudesektor. Allein von den Investitionen in PV, LED und Wärmepumpen erwartet die Stadt jährliche Einsparungen von rd. 1.850 t CO2 ab 2028.

Die Maßnahme entspricht der UBA-Top-Maßnahme Nr. 16, die wiederum drei UBA-Maßnahmen vereint: Für UBA-Maßnahme Nr. 2 wurde ein Einflusspotenzial von 3,24 t CO2-Äq. Errechnet, für UBA-Maßnahme Nr. 3 ein Einflusspotenzial von 2,32 t CO2-Äq. und für UBA-Maßnahme 11 ein Einflusspotenzial von 2,37 t CO2-Äq.

Einfache Umsetzung ★★☆

Hauptverantwortlich für die Aufstellung des Sanierungsfahrplans ist die Stadtverwaltung bzw. die Liegenschaftsverwaltung. Zudem sind Energiebeauftragte, Gebäudebeauftragte sowie die Kämmerei einzubeziehen. Gebäudebestände müssen erfasst, Energie- und Treibhausgasverbräuche ermittelt, konkrete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden.

Wirtschaftlichkeit ★★★

Die Stadt Marburg gibt in der Beschlussvorlage zum “Sanierungsfahrplan städtische Liegenschaften” jeweils die CO2-Vermeidungskosten der unterschiedlichen Maßnahmen an. Aus einem funktionierenden Energiemanagement und der Steigerung der Energieeffizienz der Gebäude ergeben sich Kosteneinsparungen, der Einsatz erneuerbarer Energiequellen begünstigt eine langfristige Preisstabilität und städtische Autarkie. Der Investitionsbedarf ist hoch, kann jedoch z.T. durch Förderungen gedeckt werden.

Weitere Vorteile
Nein

Öffentliche Wirkung
Kommune als Vorbild

Die Stadt Marburg möchte mit gutem Beispiel vorangehen und ihren Beitrag zur Erreichung des 1,5 Grad-Ziels leisten. Der umfassende Sanierungsfahrplan für städtische Liegenschaften steigert diesbezüglich ihre Glaubwürdigkeit.

Zukunftsaussichten

Die Emissionen für Wärme und Strom im Gebäudesektor der Stadt Marburg betrugen im Jahr 2022 rd. 10.400 t CO2. Zur Erreichung des 1,5 Grad-Ziels bedarf es erheblicher Anstrengungen im Bereich der Energieeffizienz sowie im Bereich der Substitution durch erneuerbare Energien im Gebäudesektor. Allein von den Investitionen in PV, LED und Wärmepumpen erwartet die Stadt jährliche Einsparungen von rd. 1.850 t CO2 ab 2028.

Die Maßnahme entspricht der UBA-Top-Maßnahme Nr. 16, die wiederum drei UBA-Maßnahmen vereint: Für UBA-Maßnahme Nr. 2 wurde ein Einflusspotenzial von 3,24 t CO2-Äq. Errechnet, für UBA-Maßnahme Nr. 3 ein Einflusspotenzial von 2,32 t CO2-Äq. und für UBA-Maßnahme 11 ein Einflusspotenzial von 2,37 t CO2-Äq.

Quellen

https://www.marburg.de/allris/vo020?VOLFDNR=1002174&refresh=false

https://www.marburg.de/allris/to010?2–anlagenHeaderPanel-attachmentsList-0-attachment-link&SILFDNR=1000892&refresh=true