Wir geben euch einen Überblick, was zur guten Planung von Strukturen, Zielen und Maßnahmen gehört und mit welchen Methoden ihr wirklich systematisch in Richtung Klimaneutralität kommt. Kommunen können unterschiedliche Instrumente nutzen, um Einfluss zu nehmen. Die wichtigsten Punkte haben wir in den LocalZero Top-Maßnahmen zusammengefasst.
Folgende wichtige Maßnahmen im Bereich Governance können Kommunen angehen und damit einen entscheidenden Beitrag zur Minderung der THG-Emissionen im Finanzsektor leisten. Das Gute ist, dass sich bereits viele Kommunen auf den Weg gemacht haben und Maßnahmen umsetzen. Mehr dazu findest du bald hinter den Maßnahmen (Best Practices).
- Beschluss eines ambitionierten Klimaaktionsplans (KAP) (Best Practise)
- Einrichtung eines kommunalen Klimaschutzmanagements (Best Practise)
- Einführung einer Klimarelevanzprüfung bei allen kommunalen Beschlüssen (Best Practise)
- Etablierung von Klimaschutz als Schnittstellenthema der kommunalen Verwaltung (Best Practise)
- Schaffung strukturierter Möglichkeiten zur zivilgesellschaftlichen Mitbestimmung (Best Practise)
- Sektorenübergreifende Konzepte (Best Practise)
- Richtlinien für ein allgemeines nachhaltiges Beschaffungswesen, inkl. Baustoffen (Vergabeordnung) (Best Practise)
Bei Fragen zu den Top-Maßnahmen oder den Best Practices beraten wir dich/Sie gerne. Termine für eine 15-minütige Fachberatung zur kommunalen Klimaneutralität können über unsere Webseite gebucht werden.
Weitere wichtige Bestandteile sind:
- Das Ziel: Den Klimaneutralitätspfad/Emissionsreduktionspfad und die Emissionsziele bzw. Restbudgets für alle Sektoren bis zum Ziel der Klimaneutralität im angestrebten Zieljahr
- Maßnahmen, bzw. ein Programm von Projekten, um Emissionen zu reduzieren bzw. Treibhausgase zu binden und so die Ziele des Reduktionspfades zu erreichen.
- Eine Analyse der Klimarisiken sowie der Chancen, die sich aus dem Handeln ergeben, um ggf. weitere Maßnahmen des Klimaschutzes, aber auch der Klimaanpassung auf den Weg zu bringen.
- Priorisierung: Diese Maßnahmen müssen entsprechend ihrer Wirksamkeit priorisiert werden.
- Ein regelmäßiges Monitoring von Maßnahmen und leicht zu messenden KPI/Kennzahlen auf den Ebenen Input, Aktivität, Output und Wirkung und ein Ist-/Soll-Vergleich insbesondere ggü. dem geplanten Klimaneutralitätspfad
- Regelmäßige Evaluationen zur Bewertung der Prozesse, Ergebnisse und Wirksamkeit des Programms und seiner Projekte und zu seiner Optimierung
- Einen Steuerungszyklus, in dem regelmäßig auf Basis des Reduktionspfades, der KPI und der Evaluationsberichte nachgesteuert wird. Es werden bereits laufende Projekte und Maßnahmen optimiert, neue Maßnahmen und Projekte initiiert und unwirksame oder ineffiziente Maßnahmen oder Projekte ggf. beendet. Insbesondere bei Verfehlen der gesetzten Ziele ist es notwendig, kurzfristig Maßnahmen zu ergreifen, um wieder auf den Pfad der Klimaneutralität zurückzukommen.
- Die unter Governance ausführlich beschriebenen Gremien und Organe des Programm-Managements
Wir schlagen hier ein mögliches, sinnvolles Steuerungsinstrumentarium vor. Sicherlich werden viele Prozesse anders laufen, gerade in kleineren Kommunen, wo es an Personal und Kapazitäten mangelt. Ihr könnt diesen Vorschlag trotzdem als Inspiration nutzen, um herauszufinden, was vor Ort noch fehlt.
Gute Beispiele
- Goverance, Gremien und Prozess in Erlangen. Bergk, Bolkart et al. (2022): Fahrplan Klimaaufbruch Erlangen, ab S. 24