Das Vorgehen im Überblick

Um Kommunen auf den Weg der Klimaneutralität zu bringen, empfehlen wir ein Vorgehen in drei Phasen: 1. die Vorbereitung, 2. die Initiierung des Klimaneutralitätsprogramms und 3. das laufende Programm. Wir geben Empfehlungen für jede der drei Phasen.

Datenqualität

Da die Datenqualität für die Steuerung des Klimaneutralitätsprogramms für die Steuerung des Programms oft nicht ausreichend ist, soll ein Projekt zur Optimierung der Datenbasis aufgesetzt werden.

Verkehrswendeplanung

Mit einer Verkehrswendeplanung setzt die Verwaltung die nötigen Rahmenbedingungen und schafft die Voraussetzungen, die für eine Entwicklung zu einem klimaneutralen Verkehrssektor nötig sind.

Stickstoffüberschuss

Stickstoff wird hochkonzentriert zum Düngen eingesetzt als Nährstofflieferant für Pflanzen und erzeugt als Überschuss Lachgasemissionen.

Energie

Mit 80% aller Emissionen bietet der Energiesektor den größten Hebel auf dem Weg zur Klimaneutralität. Die notwendigen Technologien dafür sind heute schon vorhanden und wirtschaftlich rentabel.

Gesundheit und Pflege

Der Gesundheitsbereich ist in Deutschland für 5,2 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich, mehr als der Flugverkehr. Gleichzeitig stellt der Klimawandel eine zunehmende Gesundheitsgefahr dar.

Sofortmaßnahmen

Maßnahmen, die Kommunen oder Lokalteams umgehend und ohne Abhängigkeit von weiteren Akteuren bzw. ohne großen Vorlauf auf den Weg bringen können.

Förderprogramme

Kommunale Eigenmittel sind begrenzt und daher sind die Kommunen heute auf die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen und -strategien über Förderprogramme angewiesen

Evaluation

Im Rahmen einer Evaluation werden Prozesse, Ergebnisse und Wirkungen in der Tiefe analysiert und bewertet, um Optimierungspotenziale zu identifizieren.

Steuerung

Um auf dem Weg zur Klimaneutralität zu bleiben und die gesetzten Ziele zu erreichen, brauchen die Verantwortlichen der Kommune Navigations- und Steuerungsinstrumente für das Programm und ihre Projekte.

Klimaschutzmanager:in

Klimaschutzmanager:innen sind zuständig für die Organisation und Umsetzung von kommunalen Klimaschutzprojekten. Sie unterstützen ihre Kommune dabei, die internationalen Vereinbarungen zum Klimaschutz auf lokaler Ebene umzusetzen.

Kommunale Wärmeplanung

Die Wärmeplanung analysiert die aktuelle Wärmeversorgung und -nutzung und den zu erwartenden Wärmebedarf einer Kommune, um darauf aufbauend erneuerbare lokale Wärmepotenziale zu definieren und auf deren Ausbau strategisch hinzuarbeiten.

Treibhausgas Bilanzierung

Die Treibhausgas-Bilanz gibt einen Überblick darüber wie viele Treibhausgase innerhalb der Kommune produziert werden.

Kommunale Aktivität

Die kommunale Verwaltung muss mit gutem Bespiel voran gehen und die Zivilgesellschaft motivieren sowie informieren.

Ausbauplanung

Für den umfassenden Ausbau der Erneuerbaren Energien müssen potenzielle Flächen identifiziert und die Stromverteilung modelliert werden.

Keine Energiepflanzen

Vollständiger Rückgang der Energiepflanzennutzung (Anbaubiomasse, nicht Abfall- oder Reststoffe wie Gülle oder Grünschnitt).

Priorisierung von Maßnahmen

Da wir nur begrenzte Ressourcen haben, ist es wichtig, die Bereiche und Maßnahmen als erstes anzugehen, in denen wir die größte Wirkung erzielen können.

Fachkräfte

Um die nötigen Maßnahmen zur Klimaneutralität umsetzen zu können, brauchen wir mehr Fachkräfte.

Klimaleitstelle

Zentrale Leitstelle zur Koordination der Klimaneutralitätsstrategie.

Governance

Damit die Kommune Klimaneutralität erreichen kann, braucht es klare Rollen und Verantwortlichkeiten für alle Beteiligten. Dieses Modul beschreibt einen idealtypischen Vorschlag.

Stakeholder-Mapping

Kenne die lokalen Player in deiner Kommune. Wer beeinflusst Klimaneutralität? Wer hat welche Interessen? Wer ist Befürworter, Multiplikator, Gegner?

Klima Allianz

Wir identifizieren die relevantesten Akteure aller Sektoren für die Umsetzung kommunaler Klimaneutralität vor Ort, und bringen sie in einer Allianz zusammen, damit diese sich auf das Ziel comitten und gemeinsam daran arbeiten.

Abwasserbehandlung

Emissionen aus Abwasser entstehen durch abflusslose Gruben und generell durch Kläranlagen. Neben Methan entsteht bei der Wasserreinigung durch Bakterien vor allem das Stickstoffoxid Lachgas. Dieses ist über 100 Jahre gesehen 265 Mal schädlicher als Kohlendioxid.

Flächenkreislaufwirtschaft

Für den Erhalt der natürlichen Treibhausgassenken sowie für die notwendigen positiven Effekte für Biodiversität und Klimaanpassung ist eine Abkehr vom Flächenverbrauch dringend nötig.

Tierbestand

Tiere, v.a. Widerkäuer verantwortlen durch Methan-Emissionen einen großen Teil der landwirtschaftlichen Emissionen. Diese geht es durch eine Reduktion der Tierbestände zu reduzieren.

ÖPNV

Der ÖPNV bietet in größeren Städten die einzige Möglichkeit viele Menschen über längere Distanzen innerhalb einer Stadt kompakt zu transportieren.

Kraftstoffe

Spätestens im klimaneutralen Zieljahr können keine fossilen Brennstoffe mehr verbrannt oder produziert werden.

Lokaler Klimafonds

Klimaneutralitätsmaßnahmen kosten Geld. Ein lokaler Klimafonds schafft die Möglichkeit, Klimamaßnahmen aus lokalen Geldquellen zu finanzieren.

Kreislaufwirtschaft im Bausektor

Ziel der Kreislaufwirtschaft im Bausektor ist es, die Emissionen von Gebäuden zu reduzieren – durch eine Stärkung des Bestands und durch Neubau mit bestehenden Bauteilen.

Autos

Autos sind im Verkehrssektor für die größten absoluten Emissionen verantwortlich. Sie zu reduzieren, kann durch die Umstellung auf klimaneutrale Antriebe und Reduktion des Individualverkehrs erreicht werden.

Pyrolyse

Technischer Prozess, bei dem Biomasse (bspw. Biomüll, Grünschnitt, Klärschlamm) unter Sauerstoffausschluss verkohlt wird. Dadurch bleibt der Kohlenstoff langfristig gebunden und eingelagert.

Reduktionspfad

Der Reduktionspfad definiert die Ziele für die Reduktion der Treibhausgasemissionen bis zur Klimaneutralität

Crowdfunding

Aufbau von Investitionsplattform zur Beteiligung an lokalen Klimaneutralitätsmaßnahmen.

Güterverkehr

Der Güterverkehr ist in Deutschland nicht zu unterschätzen. Er umfasst insbesondere den Straßenverkehr mit LKWs sowie den Schienenverkehr mit Zügen.

Land und Natur

Durch eine nachhaltige Landnutzung kann eine wertvolle Emissionssenke vergrößert werden, die ermöglicht die auch im klimaneutralen Zieljahr aufkommende Sockelemissionen auszugleichen.

Klima-Aktionsplan

Der Klima-Aktionsplan, manchmal auch Klimaschutzkonzept mit Klimaneutralitätsziel weist die wichtigsten Maßnahmen und eine Strategie für den Weg hin zur Klimaneutralität auf.

Landwirtschaft

Je näher wir der Klimaneutralität kommen, desto größer wird dieser Anteil sein, da die Lebensmittelproduktion unvermeidbare prozessbedingte Emissionen hat wie Tierhaltung, Böden und Prozesse, die nicht elektrifiziert werden können. Dennoch gibt es Wege zur Reduktion.

Maßnahmenentwicklung

Eine Vorgehensweise, um wirksame Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität zu entwickeln.

Nachhaltiger Konsum

Die Kommune ermöglicht den Bürger:innen einen weniger emissionsintensiven Konsum, indem sie klimafreundlichere Optionen unterstützt und sichtbar macht.

Abfallwirtschaft

Auf dem Weg zur Klimaneutralität werden wir einige Gewohnheiten ändern, vieles wird angenehmer. Statt geplanter Obsoleszenz bestimmt
Nachhaltigkeit, Recyclefähigkeit und lange Nutzbarkeit unseren Konsum.

Monitoring und KPI

Überwachung des Projektfortschritts, der geplanten Maßnahmen sowie ihrer Ergebnisse und Wirkungen.

Klimaanpassung

Neben der Erreichung der Klimaneutralität ist es auch extrem wichtig, die Kommune an die unvermeidbaren Auswirkungen des Klimawandels anzupassen

Risikoanalysen

Auf Basis der Analyse von Risiken (und Chancen) können Maßnahmen der Klimaanpassung, aber auch des Klimaschutzes identifiziert werden. Eine solche Analyse kann außerdem Ausgangspunkt sein für die einen Dialog zwischen Zivilgesellsmchaft und Kommune oder die Einbindung der Wirtschaft

Erfahrungsaustausch

Bei der Transformation können Kommunen vom Erfahrungsaustausch profitieren – innerhalb Deutschlands wie international. Selbst organisiert oder im Rahmen formeller Programme